Datenverschlüsselung auf Smartphones

Nach den Enthüllungen von Edward Snowden schien es lange Zeit, als ob sich wenig bis gar nichts ändern würde. Die Unternehmen gaben nur so viel über die Zusammenarbeit mit den Behörden preis, wie eigentlich ohnehin schon bekannt geworden war. An wirksamen Schutzmechanismen vor der Überwachung schienen die Unternehmen kein Interesse zu haben.

So ganz langsam scheint der entstandene Imageschaden die betroffenen Unternehmen aber zum Handeln zu veranlassen.

So haben in der letzten Woche sowohl Apple als auch Google angekündigt, dass den Behörden bei den neuen Betriebssystemen Ihrer Smartphones bei aktivierter Verschlüsselung kein Zugriff auf die Daten mehr möglich sein wird. Bei Googles Betriebssystem Android soll die Verschlüsselung sogar standardmäßig aktiviert sein, Apple hat mit dem gerade ausgelieferten iOS 8 bereits die Umsetzung gestartet.

Früher konnten die beschlagnahmten Geräte von den Behörden einfach mit einer gerichtlichen Anordnung an den Hersteller gegeben werden. Dieser hatte dann die Daten zu extrahieren und an die Behörden zu übergeben. Bei den neuen Techniken soll eine Wiederherstellung der Daten technisch nicht mehr möglich sein, sodass der Anordnung der Behörden schlicht nicht nachgekommen werden kann.

Es ist dabei allerdings zu bedenken, dass dieser Schutz nur einen Teil der Daten betrifft. Alles was – teilweise sogar automatisch ohne Wissen des Nutzers – irgendwo in der Cloud gespeichert ist, unterliegt natürlich weiterhin dem Zugriff der Behörden. Genauso darf nicht vergessen werden, dass in zahlreichen Ländern (z.B. UK), Verdächtige unter Strafandrohung gezwungen werden können, Ihre Kennwörter preiszugeben.

Dennoch scheinen die Unternehmen mit dem Thema Datenschutz inzwischen sensibler umzugehen und zumindest einer übertriebenen Überwachung entgegensteuern zu wollen.

Sprechen Sie mich an: Gerne berate ich Sie zum Schutz Ihrer Daten auf mobilen Geräten.