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Geheimdienst manipuliert mutmaßlich Netwerktechnik

Es klingt ein bisschen wie ein Aprilscherz: Der US-amerikanische Geheimdienst NSA soll nach Behauptungen des Netzaktivisten Jacob Appelbaum Netzwerktechnik, die per Post verschickt wird, abfangen, mit Spionage-Add-ons versehen und danach dem eigentlichen Empfänger zukommen lassen. Die Hersteller der kompromittierten Netzwerktechnik sollen damit weder etwas zu tun haben, noch davon offiziell etwas wissen. Diese Behauptung hatte Appelbaum bereits im Dezember auf dem 30C3 (30. Chaos Communication Congress [Kongress des Chaos Computer Clubs]) in Hamburg aufgestellt.

Diese Behauptungen werden nun im heute erschienen Buch „Die globale Überwachung“ des Enthüllungsjournalisten Glenn Greenwald mit Fotos entsprechender Modifikations-Arbeitsplätze, sowie mit weiteren angeblichen internen Dokumenten der NSA untermauert.

Ob wahr oder nicht – schlimm ist in meinen Augen die Tatsache, dass wir nach den bisherigen Ereignissen und Erkenntnissen durchaus bereit sind, solche Behauptungen zu glauben. Das Vertrauen in die Ehrenhaftigkeit unserer Geheimdienste ist offenbar zutiefst erschüttert.

Unternehmen der ganzen Welt müssen sich jetzt die Frage stellen, ob sie ihre Netzwerke vielleicht mit kompromittierter Technik schützen, die der NSA und evtl. auch anderen Geheimdiensten einen Zugriff erst ermöglicht. Eine wirkliche Sicherheit bezüglich dieser Situation werden wir wohl nicht mehr bekommen. Selbst bei einem Dementi der NSA dürfte fraglich sein, ob man diesem glauben schenken kann / will / wird…