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Datenschutz-Sommerakademie 2013: Big Data

Am 26.08.2013 fand in Kiel die 20 Datenschutz-Sommerakademie des unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD) in Kiel statt. Hinter dem wohlklingenden Namen verbirgt sich niemand anderer als der Schleswig-Holsteinische Landesdatenschutzbeauftragte Dr. Thilo Weichert mit seiner Landesbehörde.

Die Veranstaltung war mit mehreren hundert Teilnehmern gut besucht; die Teilnehmerliste liest sich ein bisschen wie das who-is-who des Datenschutzes in Deutschland. Und was soll ich sagen? Ich mitten drin.

Diesjähriges Thema war „Wer hat Angst vor Big Data?“, also indirekt die provokante Frage, ob z. B. die Profilbildung im Internet mit dem Datenschutz vereinbar ist. Auf der Nutzung von Big Data basiert mittlerweile eine ganze Industrie und es sind hohe Wachstumsraten zu erwarten.

Umso überraschender, dass gerade von Seiten der Aufsichtsbehörde die klare Aussage getroffen wurde, dass Big Data durchaus mit dem Datenschutz vereinbar sei. Es müssen halt gewisse Rahmenbedingungen eingehalten werden.

Noch überraschender ist in meinen Augen allerdings die Forderung genau der Industrie – ganz konkret z. B. des Werbedienstleisters nugg.ad – nach stärkerer Durchsetzung der bestehenden Gesetzgebung und in Teilen auch nach einer konkreteren und strengeren Formulierung der Gesetze.

Auch andere Unternehmen hatten Referenten entsandt. Und in einem waren sich alle einig: Es muss mehr Ethik her bei der Datenverarbeitung. Die aktuellen Ereignisse führen bereits zu einer messbaren Änderung des Nutzerverhaltens. Die Menschen gehen nicht mehr unbelastet an das Medium Internet heran.

Diese Situation wurde durchweg als untragbar angesehen und es wurde deutlich gefordert, die „Verrohung der Datenverarbeitung zu stoppen.“

Sind Sie im Bereich Datenschutz gut organisiert? Sprechen Sie mich an, gerne unterstütze ich Sie bei einer entsprechenden Untersuchung und bei der Definition entsprechender Maßnahmen.


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