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„Zensur“ in der Cloud

Die datenschutzrechtlichen Besonderheiten einer Speicherung von Daten in der Cloud sind immer wieder Themen der öffentlichen Berichterstattung.

Ein ganz neuer Aspekt der Sicht auf CloudDienste kam kürzlich durch Medienberichte zu Apples iCloud an die Öffentlichkeit.

Demnach besitzt die E-Mail Funktion der iCloud einen Spam-Filter, der E-Mails, die als Spam identifiziert wurden direkt löscht, ohne diese in einen Spam-Ordner zu verschieben und den Nutzer über den Löschvorgang zu informieren.

Apple entscheidet also zumindest teilweise, was der Nutzer lesen darf und was nicht.

Nutzer haben diese Funktion getestet und dabei festgestellt, dass z. B. E-Mails mit den Worten „barely, legal“ und „teens“ unter diese Zensur fallen.

Zwar handelt es sich dabei durchaus um einen Ausdruck, der bei sexuell eindeutigen Angeboten im Internet häufig zu finden ist.

Zumindest im privaten Bereich stellt sich dennoch die Frage warum Apple einfach Inhalte zensiert.

Im gewerblichen Bereich  mag eine Unterdrückung sexuell eindeutiger Inhalte sogar erwünscht sein.

Eine Filterung aller E-Mails mit den o.g. drei Worten kann aber schnell dazu führen, dass auch geschäftliche E-Mails gelöscht werden.

Ein Einsatz der iCloud birgt die Gefahr, dass wichtige E-Mails schlicht nicht ankommen. Im Übrigen betrifft die mögliche Zensur nicht nur die E-Mail Funktion. In den „Terms of Service“ behält sich Apple ganz allgemein das Recht vor, Content jederzeit entfernen zu können, ohne den Betroffenen darüber in Kenntnis setzen zu müssen.

Datenschutzrechtlich wäre der Einsatz der iCloud daher evtl. sogar ein Verstoß gegen § 9 BDSG (Verfügbarkeitskontrolle).

Dies zeigt, wie wichtig es ist, bei der Auswahl eines Cloud-Anbieters die Geschäftsbedingungen zu vergleichen.

Sprechen sie mich an: Gerne berate ich Sie beim Einsatz von Cloud Diensten in Ihrem Unternehmen.