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Datenschutz Software Prividor vorgestellt

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat Ende März ein Programm vorgestellt, welches Datenschutzverletzungen auf Webseiten automatisiert findet. Hierbei geht es zum einen darum, eine heimliche Überwachung des Surfverhaltens z. B. mit Hilfe von Tracking Cookies zu entdecken. Darüber hinaus soll das Programm auch in der Lage sein, bösartige Angriffe auf die Privatsphäre, die von Webseiten ausgehen, zu erkennen. Hierzu zählt z. B. das Auslesen der Liste besuchter Webseiten mit JavaScript.

Der „Privacy Violation Detector“ (Prividor) wurde vom Fraunhofer-Institut entwickelt. Er soll vorerst im Rahmen einer Testphase genutzt werden, um die Webauftritte aller Bundesbehörden zu überprüfen.

Nach Abschluss der Testphase soll das Programm den Landesdatenschutzbeauftragten übergeben werden. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wird es ernst: Die Landesdatenschützer haben bereits angekündigt „mit harter Hand“ gegen Verstöße vorzugehen.

Des Weiteren deutete Peter Schaar an, Prividor ggf. der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.

Damit wäre es sehr einfach möglich, die eigene Webseite auf Konformität zu überprüfen oder fremde Seiten vor dem ersten Besuch auf böse Überraschungen zu testen.

Allerdings wäre das Programm in den Händen von Anwälten auch als einfaches Mittel zur Generierung von Abmahnungen einsetzbar. Ein zweischneidiges Schwert also.

Ein Grund mehr, vor dem Einsatz der Software auf der eigenen Webseite für Konformität mit den Gesetzen zu sorgen.

Sprechen Sie mich an, ich unterstütze Sie gerne.